Kleine Gemeinde, große Innovation und viel Kooperation: Neuhaus geht digital voran
Shownotes
Wie kann eine kleine Gemeinde mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen die Digitalisierung erfolgreich vorantreiben?
In dieser Folge von „KDZ im Dialog“, dem Podcast des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung, spricht Gastgeber Siegfried Fritz mit Regina Wiedl, Amtsleiterin der Kärntner Gemeinde Neuhaus. Am Beispiel des Wassermanagements zeigt sie, wie digitale Wasserzähler, die laufende Überwachung von Hochbehältern und automatische Warnmeldungen helfen, ungewöhnliche Wasserentnahmen, Druckabfälle und Rohrbrüche frühzeitig zu erkennen.
Mit dem Projekt „Wasserradar Kärnten“ geht die Gemeinde noch einen Schritt weiter: Echtzeitdaten und künstliche Intelligenz sollen künftig dabei unterstützen, Schäden im Leitungsnetz schneller und genauer zu lokalisieren. Die Folge zeigt auch, welche Voraussetzungen solche Projekte benötigen – von politischer Unterstützung und einem engagierten Team bis zur Kooperation mit unterschiedlichen Partnern.
Über das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung
Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung ist Kompetenzzentrum und Wissensplattform für Public Management Consulting, Europäische Governance & Städtepolitik, Öffentliche Finanzen und Föderalismus und Weiterbildung. Wir wollen eine nachhaltige Modernisierung des öffentlichen Sektors und bieten als gemeinnütziger Verein Forschung, Beratung und Weiterbildung für die öffentliche Verwaltung. Mehr Informationen zum KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung finden Sie unter www.kdz.eu, auf Facebook, Bluesky oder LinkedIN.
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Gemeinde Neuhaus Website Projekt WasserRadar Kärnten
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Transkript anzeigen
00:00:06: Sie hören KDZ im Dialog, den Podcast des KDz Zentrum für Verwaltungsforschung.
00:00:19: Wir bieten Einblicke und Hintergründe in die öffentliche Verwaltung und versuchen sie ihnen verständlich und spannend zu erklären.
00:00:28: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von KD Z im Dialogue dem Podcastes KdZ-Zentrum für verwaltungsForschung!
00:00:34: Mein Name ist Sigurd Fritz.
00:00:37: Digitalisierung bietet Städten und Gemeinden viele Möglichkeiten.
00:00:40: Sie kann Abläufe vereinfachen, die Daseinsvorsorge verbessern aber auch neue Grundlagen für kommunale Entscheidungen schaffen.
00:00:48: Viele Städte und Gemeinde stehen jetzt schon vor besonderen Herausforderungen – begrenzte finanzielle und personellere Ressourcen, komplexe rechtliche Fragen und hohe Anforderungen an Datenschutz- und Datensicherheit.
00:01:02: Die Kärntnergemeinde Neuhaus zeigt aber, dass Digitalisierung dennoch erfolgreich gestaltet werden kann.
00:01:08: Dabei spielt die Amtsleiterin Frau Regina Wiedl eine ganz zentrale Rolle.
00:01:13: Sie ist heute zu Gast bei mir im Podcast und sie treibt digitale Entwicklungen in der Gemeinde stetig voran und bringt ihre Erfahrungen auch in überregionale Projekte und Diskussionen ein.
00:01:25: Ich spreche mit ihr also heute darüber wie digitale Innovationen in einer kleinen Gemeinde gelingt Welche Hürden es dabei gibt und die zu befältigen sind, und welche Erfolgsfaktoren natürlich entscheidend sind.
00:01:38: Außerdem sprechen wir darüber was andere Gemeinden aus den Erfahrungen der Gemeinde Neuhaus lernen können.
00:01:44: Herzlich willkommen Frau Wihl!
00:01:46: Danke dass Sie da sind und danke für Ihre Zeit.
00:01:49: Guten Morgen.
00:01:50: Grüß Gott Herr Fritz.
00:01:51: ich freue mich sehr über die Einladung und ja danke dass ich dabei sein darf beim KDZ Podcast.
00:01:59: Gerne Frau Will, gerne Stadtmackler.
00:02:01: direkt ins Thema rein.
00:02:03: Die Gemeinde Neuhaus gilt heute als eine der Vorreitergemeinden im Bereich der Digitalisierung.
00:02:09: Vielleicht können Sie unseren Hörerinnen und Hörern kurz vorstellen was sind denn so die Rahmenbedingungen der Gemeinde neuhaus?
00:02:15: Und wie sind sie dann zu dieser Vorreiterole in Punkt der Digitalisierung gekommen?
00:02:21: Die Gemeine Neuhaus ist eine Tausendeinwohner-Gemeinde im Südosten von Kärnten.
00:02:27: Wir haben einen Gemeindegebiet von thirty-six Quadratkilometern und sind sehr zersiedelt.
00:02:34: Unser Gemeindeamt ist sehr klein, also wir sind zu dritt inklusive meiner Person am Gemeindeamt.
00:02:41: Und genauso ähnlich sind die ganzen Strukturen in Boston Bauhof betrifft mit zwei Personen, die bei mir miterbeiten.
00:02:49: Ich habe an Kindergarten mit vier Kolleginnen beziehungsweise in der Ganztagsschule eine Person bei mir Und unter diesen Rahmenbedingungen haben wir aber trotzdem ein großes Gebiet, das eigentlich sehr schwierig und vor allem professionell zu bewirtschaften ist.
00:03:08: Da geht es um Straßen einerseits – wir haben auch der Dreißig Quadratkilometer Straßennetz.
00:03:14: Wir haben aber auch einen Drittel von der Bevölkerung im Berggebiet zu Hause.
00:03:21: Und da ist natürlich das Thema Infrastruktur in jeder Weise ein großes Thema für uns.
00:03:27: Ich habe es bei der Gemeinde gestartet und da hat mir die Frage gestellt, wie ich das alles schaffen kann, einerseits vom Arbeitsaufwand.
00:03:39: Aber vor allem, wie kann man das langfristig so betreiben?
00:03:43: Dass man mit gutem Gewissen einfach das Gemeindeamt leitet oder natürlich mit der Politik.
00:03:50: Wie kann man einen professionellen Betrieb aufsetzen?
00:03:54: Und also wir haben die Themen, an denen wir in der Digitalisierung gefunden haben.
00:03:59: Die haben sich immer am Tisch ergeben.
00:04:02: Wir haben seit Jahrzehnten mit verschiedenen Verwaltungsprogrammen gestartet Also die normale Kommunalsoftware-Themen Dann natürlich Zeitmanagement dann ist es übergegangen in Bauhofsysteme Alles was eine typische Verwaltung halt so hat.
00:04:23: Und wir haben aber gesehen, die größten Herausforderungen sind das Wassernetz.
00:04:30: Und es ist noch Katastrophendema, eine sehr große Großschadenslage dazugekommen.
00:04:37: und wir haben da auch gesehenes Thema Kommunikation für uns essentiell.
00:04:42: Wir haben aber schon im Jahr zwanzig-einundzwanzig über Bürgerkommunikationen, Armin Bürgermeister ein großes Projekt gestartet, wo man gesagt hat wir müssen neben der Gemeindezeit um einfach sehr viel, sehr gut mit den Bürgern kommunizieren.
00:04:59: Anerseits die App aber halt auch sehr niederschwellige Kommunikationen beide Seiten.
00:05:05: Also Sie haben jetzt schon mehrere Punkte angeprochen, einerseits die Zusammenarbeit mit der Politik und andererseits wie sind solche Digitalisierungsthemen auf sie zugekommen?
00:05:15: Die haben sich so wie das jetzt gehört hab aus dem Arbeitsalltag heraus ergeben.
00:05:20: Ich nehme an, dass Sie als Amtsleiterin da natürlich eine wesentliche Rolle gespielt haben und die Gemeinde dann als Vorreiter der Gemeinde positionieren konnten.
00:05:28: Weil sie einige, so wie es zumindest den Medien entnehmen, sehr gute Ideen hatten, wie sie digitale Projekte umsetzen.
00:05:36: Wie ist Ihre Rolle als Amtleiter?
00:05:39: Es war nicht etwas das geplant war.
00:05:42: Es ist wirklich auf den Tisch gekommen und es gibt immer verschiedene Lösungswege.
00:05:48: Das heißt, es gibt einen Lösungsweg, der sagt vielleicht braucht man mehr Personal.
00:05:53: Das war bei mir ausgeschlossen in unserer Situation weil wir auch finanziell sehr eng sind.
00:06:00: Es gibt eine nächste Variante die sagt Wir brauchen mehr Infrastruktur.
00:06:05: Die ist ebenfalls von dir aus geschlossen Weil wir einfach gewisse Rahmenbedingungen haben, die gegeben sind.
00:06:11: Wir können nicht mehr Infrastrukturen bauen und nicht besseres größere Systeme und Maschinen etc.
00:06:18: an kaufen, dann ist das Thema Digitalisierung einfach als ein Mittel zum Zweck auf den Tisch gekommen und wir haben zwanzig, zwanzigeinundzwanzig ein sehr tolles Projekt gemacht mit PV- und Notstromanlagen wo wir verschiedene Infrastrukturen in kommunale Gebäude zusammengeschaltet haben quasi physische Energiegemeinschaften gedealert haben und das auch digitalisiert haben.
00:06:50: Und wir haben dann auf zwanzig einundzwanzig, zwanzigg-zwanzigg einundzwanzig das Thema gehabt dass wir einen großen Eichhyptmuswechsel bei die Wasserzähler hatten und wie Erachsack kam.
00:07:03: Wir konnten schon in der Vergangenheit einige Arbeitserleichterungen durch die Digitalisierung finden und da waren die Suche nach einer Lösung digitale Ablesungen von Wasserzählern.
00:07:16: Und zuerst hat das Ganze einfach mit sehr realistisch ausgeschaut, weil die Systeme immer so Insel-Lösungen waren, die viel zu aufwendig, viel zu teuer für mein kleines Gemeindeamt oder unser kleiner Gemeindenamt und es hat sich dann aber quasi über den Kontakt der PV und Notstrom Geschichte.
00:07:39: auch eine Ein System, unser Öffner, die Non-Aband Technologie.
00:07:44: Wo wir auf einmal gemerkt haben, sie können mit sehr einfachen Mitteln sehr viel AOT einführen in der Gemeinde aus dem Grund weil die Systeme einfach sehr kostengünstig sind und wir einfach Hersteller unangebunden sind.
00:08:03: Und so sind wir eigentlich in dieses Thema reingerutscht.
00:08:07: Sie haben jetzt ganz konkret schon das Wasserthema angesprochen, was mir hängen geblieben ist war auch die Kommunikation.
00:08:14: Was heißt das jetzt konkret im kommunalen Alltag?
00:08:17: Also um das zu übersetzen wie kann man sich digitales Wasser und IOD Internet of Things... Wie kann man es sich vorstellen?
00:08:27: Was bedeutet das im Alltag...?
00:08:29: Das haben wir in sehr vielen Bereichen.
00:08:31: also Wasser, wie gesagt die Wasserzähler Es ist eine Digitalisierung, wir haben aber natürlich auch Hochbehälterüberwachungen.
00:08:39: Wir haben aber auf ganz andere Installationen gemacht zum Beispiel in der Gebäude-Technik Smart, smarte Steuerung der Heizlungen und wir haben einen Aufwarnmeldner auf der Basis installiert die dann Warnsignale abgeben.
00:08:57: Wir habe Wetterstationen installiert mittlerweile flächendeckend.
00:09:03: Wir haben zehn Stück Wetterstationen aus dem Kommunikationsprojekt und sie haben in dieses Kommunikationes Projekt aufgegriffen schon gemeinsam, wir haben entdeckt dass diese Nora-Wahn Technologie sehr weit im Gräben auf Berge etc.
00:09:21: den Funk überträgt allerdings nicht sehr große Datenmengen und haben uns gefragt ob eben auch einen Krisen-Kommunikation werden ab des GSM-Netzes möglich wäre und haben nach einer Vorstudie, sind wir durch Zufall zur Universität der Bundeswehr München gekommen.
00:09:43: Die ein Projekt laufen hat seit dem Jahr zwanzigzwanzig eben in den Bereich der Loratechnologie.
00:09:50: das Holorand-Projekt oder Prof.
00:09:52: Homer und sein Team haben gesagt ja sie würden diesen Use Case gerne mit uns entwickeln und haben eine indexbasierte Krisenkommunikation auch auf der gleichen Technologie entwickelt.
00:10:05: Das heißt, einerseits geht es um Daten sammeln mit Alarmierungsfunktionen für verschiedene Zwecke andererseits kann man die Technologie aber auch für andere Zwecke nutzen.
00:10:20: das ist eben Hand in Hand gegangen.
00:10:23: je mehr wir Dematik eingetaucht sind, das zu mehr haben wir die Möglichkeiten verstanden.
00:10:30: Und wenn man eben Lösungen sucht wo man nicht in ein System gebunden ist dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten.
00:10:40: Die aus IOT kann man KI entwickeln und das ist dann der nächste logische Schritt.
00:10:49: Ich würde da jetzt aber sehr gern etwas anfügen Weil Sie immer sagen, oder Sie mich als Vorreiterin da präsentiert haben.
00:10:58: Ich bin vielleicht ein Motor in der Geschichte weil ich das als Ansatz sehe.
00:11:04: es ist aber definitiv nicht meine Person alleine die sowas macht.
00:11:09: erstens ist es das Team und ganz ganz wichtig ist natürlich die Politik.
00:11:14: Der Bürgermeister hat schon mit dem Vorgänger vom jetzigen Bürgemeister den Gerhard Wiesotschnick begonnen war diese ganze Digitalisierungsthematik und hat sich sehr stark mit dem Patrick Skubel jetzt verstärkt.
00:11:30: Und das ist ganz wichtig, weil ohne die Politik, die das unterstützt, wäre es sowieso nicht mafbar.
00:11:37: Plus wir sind eine Gemeinde, die gern mit anderen kooperiert.
00:11:44: Das betrifft jetzt einerseits Unternehmen aber auch Wissenschaft.
00:11:51: andere Organisationen, wie zum Beispiel an Katastrophenschutzern und das Feuerwehrverband etc.
00:11:59: Also wir sehen mit den ganzen Organisationen Regenaustausch beziehungsweise auch mit Institutionen wie halt ein Sozialhilfeverband oder eben... Und dann sieht man halt aus diesen Mix kann ein etwas Gutes entstehen.
00:12:16: Danke!
00:12:17: Danke, dass Sie das so proaktiv aufgreifen.
00:12:20: Weil es wäre mit Sicherheit noch zur Frage gekommen wie man mit der Politik so zusammenarbeitet und ob's da das Backup braucht?
00:12:27: Das ist glaube ich für unsere Hörerinnen und Hörern aus der kommunalen Ebene sehr interessant.
00:12:32: Dass es eben mehr als nur einen Kopf braucht aber es braucht natürlich auch einen Motor der das Team antreibt und viele, viele Partner.
00:12:40: Super!
00:12:41: Kommen wir wieder zurück zum Inhaltlichen.
00:12:43: sie wollen doch was ergänzen.
00:12:45: Wir haben erst kleine Gemeinde einen ganz großen Vorteil auch im Kärnten, gegenüber den anderen Bundesländern und das würde ich sagen ist überhaupt die Grundlage dass sie über Digitalisierung nachdenken kann.
00:12:59: Und zwar es ist das Gemeindesservice-Zeit rum.
00:13:02: In Kärten hat man das gegründet einerseits für Personalagenten der Gemeinden, das geht vom Bewährungsverfahren, Superkratzrichtung
00:13:13: etc.,
00:13:14: Und auf der zweiten Schiene ist das Gemeindesservice-Zentrum spezialisiert auch auf IT.
00:13:20: Wir haben ein eigenes öffentliches Rechenzentrum, wo wir wirklich State of the Art Infrastruktur haben.
00:13:29: Sie versuchen alle Schnittstellen für uns vom Gemeinde Service Zentrum herzustellen, zentral zu verhandeln mit den verschiedenen Anbietern was natürlich Kosten einerseits reduziert bei die Gemeinden und andererseits aber auch den technologischen Fortschritt ersichert.
00:13:48: Und diese Grundlage, auf der habe ich gestartet – und auf dieser Grundlage habe ich auch die ganzen Entwicklungen vorantreiben können, weil das Gemeindesservice-Zentrum einfach mir eine ganz tolle Basisausstattung gibt als Gemeinde.
00:14:06: Auch das Gemeinerservicezentrum ist nicht ein Schlüsselfaktor, Politik.
00:14:13: Ist genauso wichtig und Politik auf Gemeinde- und auf Landesebene, die das unterstützt.
00:14:19: Muss ich echt sagen?
00:14:20: Das war gewollt von der Landesebenen, dass das passiert.
00:14:24: Speziell Daniel Ferner und jetzt auch Frau Landesretin Marika Lagerböllinger.
00:14:30: Aber es gibt da ... Die zweite Ebene ist wirklich Verwaltungsebene, Gemeindeszervicezentrum die im Hintergrund schauen, dass die ganze Infrastruktur so gut ist, dass sich das so ein Projekt überhaupt umsetzen kann?
00:14:44: Super.
00:14:45: Danke für die noch einmal detaillierte Erklärung dazu.
00:14:48: Ich glaube diese Rahmenbedingungen sind ganz enorm wichtig.
00:14:52: Was ich jetzt auch etwas herausgehört habe und was wahrscheinlich eine allgegenwärtige Diskussion ist – Sie sind in einer kleinen Gemeinde.
00:14:59: Sie haben angesprochen, sie haben begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen.
00:15:03: Wie gelingt dann solche Projekte umzusetzen?
00:15:06: Sie haben jetzt schon durch einiges aufgezählt.
00:15:09: Wie finanzieren sie das?
00:15:11: Die strategische Ausrichtung des Landes ist ein ganz wichtiges Thema, wenn der Land als unsere Aufsicht und strategischer Partner sagt es ist wichtig dass Gemeinden sich digitalisieren und uns mit dem Gemeinde Service Center einmal an Rahmen bieten Projekten offen steht, weil ihr braucht natürlich auch Finanzierung oder wir brauchen eine Finanzierung.
00:15:39: Ohne das wäre es absolut nicht möglich gewesen.
00:15:42: und da muss ich wirklich sagen der Daniel Felner hat diese Digitalisierung Strategie in Kernen stark forciert und uns absolut unterstützt.
00:15:53: Das ist einmal so ein Thema.
00:15:55: Personell ist es sehr, sehr vordernd, weil wir eigentlich nur minimal aufgestellt sind, schaffbar ist das indem man eben die Partner überzeugt.
00:16:09: Indem wir bereit sind auch in unserer Freizeit ähnlicherweise Sachen zu machen, zu überprüfen und zu überlegen aber auch bereit sind dass unsere Partner nicht jede Stunde verrechnen.
00:16:22: also es gehört zur Verzeugungsarbeit bei allen dazu dass man sagt Wir machen da was Gutes.
00:16:29: Das ist richtig.
00:16:31: Wir sind bereit, mehr zu investieren als das ursprüngliche Maß eigentlich des Bedarfs.
00:16:39: Man sieht wenn man voll hinter solchen Projekten steht dann kommt auch sowas tolles raus.
00:16:45: Sie haben jetzt bei der Wasserversorgung die schon große Angriff gebrochen.
00:16:49: es gibt aber beim Wasser ja unterschiedliche Jahre.
00:16:52: also ich vergleichse jetzt mal mit diesem Jahr wo wir sehr trockene Perioden gehabt haben sehr sehr trocken und im Vorjahr kann ich mir erinnern Er hat zumindest in Teilen von Österreich Überschwemmungen gegeben.
00:17:03: Außerdem mit dieser Digitalisierung erhalten sie ja viele, viele Daten.
00:17:09: Wie steuern Sie das dann?
00:17:10: Wie bauen sich da die KI ein?
00:17:12: Wie gehen Sie damit diesen unterschiedlichen Jahren um?
00:17:15: Wie hilft Ihnen denn diese Digitalisierung dabei?
00:17:19: Digitalisierung muss uns unterstützen.
00:17:22: Das heißt es muss vieler Daten verarbeiten und es aber nur wenige Meldungen geben.
00:17:29: Es gibt natürlich diese Dashboards und man kann ein Reinscrollen um jedes Detail sehen.
00:17:35: In der Realität wird das aber nicht gebraucht, in der Realität geht es darum dass sie zur richtigen Zeit die Alarm bekommen.
00:17:43: Und da kann jetzt ein Beispiel also KI.
00:17:47: Das ist jetzt der nächste Schritt auf der IoT-Ebene.
00:17:51: Da haben wir gerade das Projekt Wasserradar Kärnten gestartet wo wir eben auch die Unterstützung des Landeskärnten haben und verschiedenen Forschungspartnern und Unternehmen beteiligt sind.
00:18:03: Also da ist die Hochschule Campus Wien, mit der wir schon seit Jahrzehntzweiundzwanzig im Bereich Wasser kooperieren.
00:18:11: Der Professor Lierner hat mit uns der Echtzeit-Wasserbilanzen erarbeitet unter eigenes System des Agus-Systems entwickelt.
00:18:20: Und jetzt kommt das Softwarekontinent Center Hagenberg mit einer Spezialwissen dazu.
00:18:26: Die haben ein Wasserkail schon entwickelt die man jetzt auf dieses Wissen aufsetzt.
00:18:32: Aber da reden wir jetzt ein bisschen von der Zukunftsmusik, was passiert jetzt schon?
00:18:38: Wir haben eine sehr genaue Woche behälterne Überwachung.
00:18:42: Das heißt wenn da Abfluss ist, der eben größerer ist wie normal dann bekommen wir Alarme und sehen es ja frühzeitig, wenn ein Problem auftritt.
00:18:52: Wir kriegen Alarme bei den Hauswasserzähler mit dem gleichen Grund Mehr Entnahmen werden als Rohrpulche gemeldet und so kann man relativ schnell erkennen, dass wir ein Problem im System haben.
00:19:08: War heuer im Sommer ist auch einmal aufgetreten.
00:19:12: Eine Familie war auf Urlaub, es hat leider in einem Haus an Wasser.
00:19:16: Wir haben gesehen den Hochbehälter der Druckfalt, also der Hochbehältersteller fällt.
00:19:23: Und wir haben auch gleichzeitig den Alarm vom Wasserzähler bekommen und haben gesehen, wo das Problem ist.
00:19:29: Alle, also Kunden, das kurz und lang sehr schnell lösen.
00:19:33: Wir haben aber auch schon einen anderen Fall gehabt zu Weihnachten, zwanzig, dreirundzwanzig.
00:19:39: tatsächlich um achtzehn Uhr sind die Alarme der Wuchtbehälter in ein Teilbereich losgegangen und wir haben aber keine Meldung von einem Hauswasserzähler gekommen.
00:19:51: Das heißt, wir haben gewusst dass es im Leitungsnetz liegt.
00:19:55: Wie haben wir das behoben?
00:19:56: Es war jetzt eine normale Abarbeitung, so manuell mit Schieber, wo geprüft worden ist.
00:20:02: Man hat es gut gesagt innerhalb von den Tag, also innerhalb von acht Stunden gefunden und man hat es innerhalb von zwölf Stunden reparieren können – das war echt toll!
00:20:13: Aber zukünftig wird die KI sauren können.
00:20:16: in diesem Abschnitt des Leitungenetzes ist das
00:20:19: Problem.".
00:20:20: Also das ist unsere Erwartungshaltung, dass wir den personellen Aufwand der jetzt durch Unterstützung von Feuerwehren passiert ist.
00:20:29: Auf Wissen in dem Jahr zwanzig, dreieinzwanzig noch besser digitalisieren können und noch schneller Sachen finden.
00:20:35: Aber ich kann sagen die Digitalisierung hat sich bei uns schon wirklich oft gezeigt als sehr relevanter Lösungsweg weil man einfach die Fehler sehr schnell findet Bevor die Leute es merken, weiß das die Gemeinde und wir können einfach sehr schnell ins Tun kommen.
00:20:54: Das ist natürlich ein hervorragendes Ergebnis.
00:20:57: Viele Daten haben Sie angesprochen, die dadurch erzeugt werden um die Ihnen bei den Entscheidungen helfen?
00:21:02: Was hat sich durch diese Entwicklungen bei den Personen also bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei der Politik oder dem Bevölkerung getan, auch eine große Umstellung?
00:21:14: Ich würde mal bei der Politik starten.
00:21:18: Wichtig war, wie wir in das Thema IOT gestartet sind.
00:21:22: Das war im Jahr zwanzig-zwanzig.
00:21:24: Hat wirklich einen Konsens im Gemeinderat gegeben von allen Fraktionen, dass das geohlt ist?
00:21:31: Also wäre das von Anfang an schon negativ angelaufen weil man hätte es infrage gestellt hätten Wer ist schwer gewesen selbst bei Finanzierung und Personal, wenn er sichergestellt ist das wirklich umzusetzen.
00:21:48: Das war mal aus meiner Sicht die wichtigste Grundlage.
00:21:52: Die zweite wichtige Grundlage war wie und das war vor allem auf dem Bürgermeister sehr wichtig Wie nehmen wir die Bevölkerung mit?
00:22:01: Wie kommunizieren wir?
00:22:03: Und wir haben gesagt Wir wollen maximal Transparenz kommuniziert.
00:22:07: Das sind bei uns zwei Wege.
00:22:09: Einerseits die Gemeindezeitung, wo wir die Projekte sehr detailliert beschreiben damit auch die Bürger wissen wer ist in unseren Partnern wie gehen wir vor was sind die Herausforderungen?
00:22:24: und andererseits aber auch über die Gemeindeeb also den digitalen Kanal.
00:22:32: Dann haben wir teilweise auch was Zustimmungserklärungen angeht, natürlich direkt in Bügerkontakt gesucht und haben eigentlich in den letzten Jahren – weil wir haben jetzt ja schon quasi den zweiten Eichhythmuswechsel gesehen – dass es keinen Widerstand gegeben hat.
00:22:50: Und das bleibt dann schon.
00:22:52: Wir haben Tausend Einwohner, sagen wir haben ein Dreihundertfünfzig oder ein bisschen mehr wie dreihundert Fünfzig relevante Wohnsitze für die gemeine Infrastruktur, also Wasser, Kanal wo das ausgerollt ist.
00:23:06: Haushalt, ich schuldige nicht Wohnsitzer, Haushalte und in diesem Bereich war eigentlich alles positive.
00:23:14: es wollte keiner einen Opt-out nutzen.
00:23:17: Und was wir aber sehen ist dass das ein Wunsch für das Bügerportal sehr sehr groß ist.
00:23:22: weil derzeit nutzen wir nur die Daten Einseitigen möchten wir natürlich auch in den Nutzen für die Bürger kommen.
00:23:32: Und das ist jetzt ein ganz wichtiger Teil, auch bei dem Projekt Bügerradar.
00:23:39: Ja also die Bürger würde sagen dass läuft sehr gut.
00:23:43: Die Politik ist schon eine Herausforderung muss ich sagen nach wie vor.
00:23:49: Wir versuchen maximal transparent zu zeigen aber es ist halt.
00:23:55: Ich glaube, es ist schon der Weg.
00:23:58: Der Digitalisierung ist kurz eine Generationenfrage und wie gesagt, es gibt für verschiedene Probleme, gibt's verschiedene Lösungswege.
00:24:08: Die Digitalisierung sind ein Lösungsweg und das ist auch nicht alleine die Lösung.
00:24:14: Und die Diskussionen, die im Gemeinderat bis heute schon stattfinden gehen schon oft in die Richtung.
00:24:23: ist es wirklich notwendig, dass wir das schon wieder machen.
00:24:26: Warum?
00:24:26: Wir!
00:24:27: Es kann ja ein anderer aufmachen.
00:24:29: Aber dann sage ich... ...es ist schon wichtig,... ...dass wir den Weg konsequent weitergehen,... ...weil nur dann bringt er wirklich einen Nutzen für weitere Gemeinden.
00:24:41: Absolut.
00:24:42: Weil sonst bleibt... Also sagt man mal im IoT-Bereich stehen bleiben,... ...dan kann der KI Bereich nicht so schnell weiterentwickelt werden.
00:24:51: Weil die Daten bei anderen Gemeinden nicht überall in dieser Form vorliegen und auch die Partnerstrukturen nicht überall so aufgebaut sind.
00:25:00: Also sagen wir, es ist kein Selbstläufer.
00:25:03: Es ist auch wenn man schon viel gemacht hat, ist es kein Selbstläufer und ist das schon etwas von Emma überzeugt sein muss und dran bleiben muss?
00:25:13: Natürlich, das ist ein Ergebnis harter Arbeit.
00:25:16: Wie ist es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angekommen?
00:25:20: Ich denke so erfolgreiche Geschichten fördern ja natürlich die Motivation aber es ist natürlich wahrscheinlich auch harte Arbeit alle wieder mitzunehmen.
00:25:29: Also die Mitarbeiter ohne mein Team... Das war immer einer meiner ersten Sätze.
00:25:34: Ohne mein Team wäre das nie gegangen.
00:25:39: Es geht gar nicht darum dass jeder alles macht Aber wenn man zu dritt ist, muss im Gemeindeamt und zweit in Baugrufbereichs ein gleiches Mindset geben.
00:25:52: Dass die Projekte, die wir machen für jeden in Ordnung sind.
00:25:56: Und jeder macht den Teil an Arbeit, den er besten kann.
00:26:01: So funktionieren wir also damit wirklich einen maximal guter und bürgernahen Zugang gewährleistet ist?
00:26:10: Ein Schlüssel ist definitiv auch, dass der Bauhof da neben nicht nur die Verwaltung das unterstützt sondern ein Bauhof weil sehr viele Prüfungen montagen etc.
00:26:23: erfolgen durch den Bauhof oder eben auch Wartungen, Batteriewechsel.
00:26:27: es gibt schon eine Thematik wo man sagt das muss das gesamte Team leben.
00:26:34: was sonst wäre es nicht möglich und ich bin schon sehr stolz.
00:26:38: Und das Wissen, das war vorhanden oder haben Sie sich angeeignet?
00:26:43: Das ist gewachsen über die Jahre.
00:26:45: Wie haben sie das gelöst?
00:26:47: Also ich habe kein professionelles Wissen in diesem Bereich.
00:26:51: Ich hab Gott sei Dank die Unterstützung des Gemeinnisservicezentrums, dass ich am Anfang schon genannt habe.
00:26:57: Damit habe quasi meine eigene Unteranführungszeiten IT-Abteilung bei der Hand.
00:27:04: Es ist ein sehr engagiertes Team die es auch sehr niederschwellig arbeitet und jede Frage, die ich fachlich gestellt habe haben sie nicht unterstützt.
00:27:14: Es ist nicht nur das Allgemeine Service-Zentrum muss ich sagen, es gibt dann auch weitere Player, es sind auch bei den Unternehmen sehr tolle Mitarbeiter, engagierte Mitarbeiter, die auch das Feuer gefangen haben und das einfach wollten und mir das sehr unterstützt haben – da muss ich echt sagen!
00:27:36: In der Kellak, das war der Anfang der IoT-Digitalisierung.
00:27:41: Da hat es ein Team gegeben von Alex Jorran und Hannes Güklab und ein paar anderen Mitarbeiter, die wirklich geschaut haben, die sehr viel Knowhow schon gehabt haben und dieses Knowhow mit mir geteilt haben ohne zu erwarten dass es jetzt ein großes Businessmodell ist.
00:27:59: Und ich glaube auch diese Konstellation braucht man wenn man erfolgreich sein will.
00:28:04: Wenn man neue Wege geht, braucht man das und man braucht auch noch andere Gemeinden als Unterstützer.
00:28:13: Und da möchte ich vor allem die Stadt Villach nennen.
00:28:15: Die Stadt VILLACH war immer ein Digitalisierungsvorreiter und ist es heute noch mit einer tollen IT, die der Manfred Wunderer leitet und die Villaherr-Gemeinde hat im Loravan IOT Erfahrungen gesammelt, auf die ich in den vergangenen Jahren zurückgreifen konnte.
00:28:38: Es ist immer ein Konvolut von Leuten, die an diese gleiche Sache glauben und bereit sind das zu machen.
00:28:47: Und dann ist vieles machbar!
00:28:50: Was mir ausgesprochen gut gefällt an ihren Ausführungen ist, dass sie vor allem diese Kooperation so stark hervorstreichen.
00:28:57: Weil es ja auf der gesamten österreichischen Ebene ein ganz großes Thema ist und so natürlich auch Effizienzsteigerungen aber auch Professionalisierung stattfinden kann.
00:29:07: Und vor allem der Ansatz gefällt mir sehr gut wie Sie das nicht nur von der einen zu anderen Gemeinde sehen sondern auch auf Unternehmen übertragen auf die wissenschaftliche Partnerübertragung.
00:29:18: Also ich glaube, das ist ein sehr, sehr erfolgreicher Ansatz und ihre Projekte zeigen das ja sehr eindrücklich.
00:29:25: Unser Zeit ist schon sehr weit fortgeschritten.
00:29:28: Schauen wir zum Abschluss noch ein bisschen in die Zukunft.
00:29:31: wenn wir, sagen wir, im Jahr zwei tausend fünfunddreißig wieder miteinander sprechen?
00:29:36: Was sind also Ihre Zukunftswünsche?
00:29:38: oder woran würden Sie erkennen dass die Transformation der österreichischen Gemeinden den Punkt der Digitalisierung erfolgreich war oder isst?
00:29:48: Das Schönste wäre für mich und das ist mein absolutes Ziel, dass diese Projekte die wir eingestoßen haben übernommen werden.
00:29:56: Dann nutzen wird nicht die Gemeinde Neuhaus – das kann immer nur ein Pilot oder Demonstrator sein!
00:30:04: Da nutzen wir dann sichtbar wenn es andere Gemeinden auch Länder am besten Österreich weit übernehmen würden.
00:30:14: Und das Wichtigste oder das große Ziel ist, dass wir auch in Richtung Public Data Space denken.
00:30:23: Dass wir auf allen gesetzlichen Vorgaben Datenräume entwickeln die unser Daseinsvorsorge dienen und wo die öffentliche Hand wirklich proaktiv die Herausforderungen der Zeit da nimmt einen kleinen Teil dazu beitragen kann und andere Gemeinden motivieren können, Gleiches zu tun.
00:30:48: Und eben das Land Kernten, das weiterforsiert und auf der ISAC-Gemeinde gebohnt.
00:30:55: Und da buhnt natürlich dahinter stehen und für meinen wissenschaftlichen Partner hat er ganz viel was gelingen.
00:31:02: also ich glaube ganz fest dann das.
00:31:05: Das ist ein ausgezeichnetes Schlusswort würde ich mal sagen Danke für die absolut positiven Einblicke.
00:31:11: Also auf mich hat das alles motivierend und sehr, sehr positiv gewirkt.
00:31:15: Herzlichen Dank für die Zeit!
00:31:17: Und wir hören uns vielleicht ein anderes Mal wieder wo wir schauen wie die Fortschritte weitergelingen.
00:31:22: Danke!
00:31:23: Herzlichen dank für die Entladung.
00:31:28: Wenn Ihnen diese Folge von KDZ im Dialog gefallen hat freuen wir uns über eine Weiterempfehlung und Ihr Abonnement.
00:31:36: weitere Informationen über unsere Podcasts und unsere Arbeit für die öffentliche Verwaltung finden Sie auf unserer Website www.kdz.eu.
00:31:47: Vielen Dank fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal!
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