Gemeindefinanzprognose 2026: Ohne Reformen keine Trendwende

Shownotes

Die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden bleibt angespannt: Zwar konnten durch Konsolidierungsmaßnahmen wie Einsparungen im laufenden Betrieb und Anpassungen bei Gebühren erste Verbesserungen erzielt werden, eine nachhaltige Erholung ist jedoch nicht in Sicht. In dieser Folge von KDZ im Dialog spricht Siegfried Fritz mit Alexander Maimer über die aktuelle Gemeindefinanzprognose und zeigt auf, dass die bestehenden Maßnahmen den Abwärtstrend zwar bremsen, aber nicht umkehren können. Gleichzeitig öffnet sich die Schere zwischen steigenden Ausgaben – etwa für Personal und Umlagen – und den Einnahmen weiter.

Zunehmend unter Druck geraten auch die kommunalen Investitionen: Viele Projekte werden verschoben oder reduziert, was kurzfristig entlastet, langfristig jedoch Risiken für Infrastruktur, Klimaanpassung und regionale Entwicklung mit sich bringt. Die Folge macht deutlich, dass Städte und Gemeinden an strukturelle Grenzen stoßen. Ohne Reformen durch Bund und Länder – etwa bei der Grundsteuer oder der Finanzierung von Umlagen – bleibt lediglich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau mit spürbaren Auswirkungen auf Leistungen und Angebote vor Ort.

Hören Sie im Podcast weiters, welche konkreten Reformmaßnahmen erforderlich sind, welche Szenarien die Prognose aufzeigt und welche Handlungsspielräume Gemeinden künftig noch haben.

Über das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung

Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung ist Kompetenzzentrum und Wissensplattform für Public Management Consulting, Europäische Governance & Städtepolitik, Öffentliche Finanzen und Föderalismus und Weiterbildung. Wir wollen eine nachhaltige Modernisierung des öffentlichen Sektors und bieten als gemeinnütziger Verein Forschung, Beratung und Weiterbildung für die öffentliche Verwaltung. Mehr Informationen zum KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung finden Sie unter www.kdz.eu, auf Facebook, Bluesky oder LinkedIN.

Weitere Links:

Die Prognose im Detail

Regionsgemeinde

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mit den KDZ-Newslettern:

KDZ-Newsletter Newsletter Weiterbildung English Newsletter

Transkript anzeigen

00:00:06: Sie hören KDZ im Dialog.

00:00:11: Den Podcast des KD Z, Zentrum für Verwaltungsforschung.

00:00:19: Wir bieten Einblicke und Hintergründe in die öffentliche Verwaltung Und versuchen sie ihnen verständlich und spannend zu erklären.

00:00:28: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von KDC dem Dialog.

00:00:32: Mein Name ist Sigurd Fritz und wir widmen uns heute erneut einem Thema das Verstätte- und Gemeinden aktuell vom ganz wichtiger Bedeutung ist Die Prognose der Gemeindefinanzen.

00:00:42: Die jüngste Analyse Ende zwei fünfundzwanzig zeigte ein deutliches Bild, nämlich die finanzielle Lage vieler Gemeinden ist angespannt und der Handlungsdruck steigt weiter.

00:00:53: Zwar haben die Städte und Gemeinden die Konsolidierung bereits gestartet und zahlreiche Konsoliderungsprojekte umgesetzt.

00:01:00: Es wurde aber klar dass es nicht nur am kurzfristige Maßnahmen geht sondern grundlegende Weichenstellungen bei Bund- und Ländern notwendig sind.

00:01:08: Doch was bedeutet diese Entwicklung jetzt konkret für die Städte und Gemeinden?

00:01:13: Wo liegen die größten Herausforderungen, welche Lösungen sind realistisch?

00:01:18: Darüber spreche ich heute mit Alexander Meimer.

00:01:21: Alexander Meimar ist stellvertretender Geschäftsführer des KDZ und einer der Autoren der neuen Gemeindefinanzprognose.

00:01:28: Lieber Alexander, herzlich willkommen im Podcast!

00:01:31: Und gleich direkt einzusteigen... Was war Anfang des Jahres ... bei der letzten Prognose Ende zwei fünf und zwanzig, die Ausgangslage für die Gemeindefinanzen.

00:01:41: Und wie hat sich das nun weiterentwickelt?

00:01:43: Was sind also die wichtigsten Ergebnisse der neuen Prognese?

00:01:48: Ja, wesentlich bei den Gemeindefinanzen ist dass das operative Ergebnis der Gemeinden zwanzi-fünfundzwanzig etwas besser ist.

00:01:59: Dieses Besser ist vor allem dadurch zustande gekommen, durchaus ihre Hausaufgaben gemacht haben.

00:02:08: Es hat Anpassungen insbesondere im Bereich der Gebühren gegeben, also auch im Bereich Leistungsengelte sind beispielsweise Mieten aber es hat auch ausgangsseitig Einsparungen seitens der Gemeinde gegeben.

00:02:25: das ist gut zu sehen dass eine Reduktion der Sachkosten gut ersichtlich ist insbesondere auch ein Rückgang der Instandhaltungen.

00:02:35: Das ist natürlich ein zweischneidiges Thema, weil wenn ich die Instandhaltungen jetzt einspare dann kann das sein dass in den nächsten Jahren mehr wird und sich zu einer größeren Ausgabe kumuliert.

00:02:50: Zusätzlich haben die Gemeinden im Bereich Personal geschaut, dass sie sparsam vorgehen unter Anstieg in diesem Bereich zu bremsen.

00:03:03: Also aufgrund der Tatsache, dass die Gemeinden schon einiges unternommen haben sieht das operative Ergebnis des Jahres v.a.

00:03:14: etwas besser aus.

00:03:16: Aber und hier das große Aber es gibt im Jahr sechsundzwanzig, siebenundzwannzig und in den Folgejahren noch einiges zu tun.

00:03:26: Ich möchte es vielleicht ein bisschen konkretisieren.

00:03:28: Und zwar Ende des vergangenen Jahres zeigten die Berechnungen ja, dass die Gemeinden wie du sagst bis zum Jahr zwanzigundzwanzig rund zwei Komma zwei Milliarden Euro einspannen müssten um eben an dieses Vorprisonniveau anzuschließen.

00:03:42: Wie hat sich diese Zahl bei der neuen Prognose entwickelt?

00:03:45: Sind's nach wie vor zwei Kommas zwei Milliarden?

00:03:47: ist das mehr geworden oder ist das gleich geblieben weniger geworden?

00:03:51: Also so die Zahl da zwei Kommaa zwei Milliarden kann man sagen is Gleichgeblieben ist konstant geblieben, als die Gemeinden müssen auch weiterhin Einsparungen in diesem oder einem ähnlichen Ausmaß tätigen.

00:04:05: Weil wir ja aufgrund der weltpolitischen Lage jetzt einige Risiken haben, die zusätzlich auf die Gemeinde und auf die Wirtschaft zukommen – das hat sich auch gezeigt in den aktuellen Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts und des IHS, die mit den Wachstumsprognosen zurückgegangen sind was sich natürlich auch auf die Gemeindefinanzen einerseits auf die Gemäldeeinnahmen und andererseits, da sicher der Inflationsmotor anspringt, auch auf Die gemeinde Ausgarn auswirken wird.

00:04:37: Du sprichst die Ereignisse in der Welt an vielleicht um das ein bisschen zu präzisieren – Was sind denn die Grunddaten der Prognose?

00:04:44: Also ihr berechnet jetzt natürlich solche Effekte wie du gerade angesprochen hast ein.

00:04:49: aber wovon geht es ja eigentlich aus?

00:04:51: Sozusagen wesentlich für unsere Prognose sind die Ertragsanteile, Ertragesanteilsprognose des Bundesministeriums für Finanzen.

00:05:00: Weil die Ertargsanteile ja eine wesentliche Einnahmegröße der Gemeinden sind.

00:05:05: und dann in den Bereichen, die wachstumsrelevant sind orientieren wir uns natürlich auch wesentlich an den Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts.

00:05:15: beispielsweise im Bereich der kommunalsteuergemäster Lohn- und Gehaltsumme im Bereich Personalausgaben, Sachausgaben und weiter relevante Ausgaben orientieren wir unseren Verbraucherpreisindex.

00:05:28: Jetzt ist es natürlich möglich dass sich in dieser weltpolitischen Lage, wirtschaftlichen Lage etwas ändert.

00:05:35: soweit ich schon gesehen habe berechnet sie auch immer unterschiedliche Szenarien bei der Gemeinde Finanzprognose wie schauen denn die aus?

00:05:43: vor welchen Entwicklungen geht ihr da bei den unterschiedlichen Szenaren aus?

00:05:47: Wir gehen immer von einem Basiszenario aus.

00:05:50: Dieses Basis-Szenario sieht vor, wie sich die Einnahmenssituation und Ausgangssituation der Gemeinde entwickelt ohne dass seitens der Gemeinden aber auch anderer Gebietskörperschaftsebenen gegengesteuert wird.

00:06:05: Das ist unser Basiscenario Und ich kann nicht verhehlen das unser Basisenario so aussieht Dass es laufend eher schlechter wird für die Gemeinden.

00:06:14: Dann haben wir ein Szenario, da geht es darum dass Gemeinden sich intensiv der Konsolidierung widmen müssen.

00:06:23: Das Intensiv der konsolidieren ist wirklich intensiv und zwar einerseits auf Einnahmen also auch auf Ausgangsseite wobei die Möglichkeiten auf Einnahmenseiten natürlich mittlerweile nicht mehr so groß sind.

00:06:38: dadurch das die gemein Im Jahr fünfundzwanzig durchaus schon Gebührenendgelte erhöht haben, aber hier auch weiterhin an Steigerungen gedacht VPI plus zwei Prozentpunkte in dem Jahr.

00:06:52: Sechsund zwanzig und siebenundzwanzigt danach einen Prozentpunkt.

00:06:56: Wir gehen auch davon aus dass sich die Ausgaben geringer steigen oder das bei den Ausgang sogar darauf geschaut wird, dass Sie gleich bleiben wobei dieses Gleich bleiben natürlich bei den Personalausgaben ein sehr schwieriges Unterfangen ist.

00:07:15: Es gibt ja Gehaltsabschlüsse, Vorrückungen die gegeben sind und das heißt für die Gemeinden wenn sie diese Gehalteabschlüße vor Rückungen abfedern wollen und entsprechend unserer Prognose Vorgehen geringere Steigerung minus ein Prozentpunkt ab zwanzig sechsundzwanzig heisst das dass die Gemeinten in Teilbereichen wo dies rechtlich mögliches Personal reduzieren werden müssen.

00:07:43: Das sagt unsere Szenario-Konsolidierung innerhalb der Gemeinden, also es ist ein anspruchsvolles Szenario das nicht leicht zu erreichen ist für die Gemeinden.

00:07:53: und dann haben wir ein drittes Scenario.

00:07:55: dieses dritte Szenarium geht davon aus dass auch bessere Rahmenbedingungen auf die Gemeinde zukommen also einerseits Konsolidierung innerhalb der Gemeinden selber, aber auch bessere Rahmenbedingungen aus dem Umfeld.

00:08:09: Das heißt wir gehen davon aus dass sich doch bei der Grundsteuer etwas tut wie wir es sind optimistisch ab dem Jahr.

00:08:19: twenty-seven und zwanzig das ist eine Anpassung einer Erhöhung des Hebesatzes gibt.

00:08:25: Wir schlagen auch vor dass ich im Bereich der Umlagen was tut.

00:08:30: in berechter umlagen Gehen wir auch von einer Anpassung der krankenanstalten Umlage aus, ab dem Jahr.

00:08:40: Also drei Szenarien die sehr aussagekräftig sind?

00:08:45: Die Details zu den einzelnen Prognoseszenarieren und die vollständige Prognose inklusive aller Ergebnisse und Empfehlungen finden Sie auf der Website des KDZ unter www.kdz.or.at.

00:09:03: Eins ist mir jetzt ganz besonders in Erinnerung geblieben, nämlich dass die Gemeinden ja selbst ihre Hausaufgaben schon machen und fleißig Konsolidierungsmaßnahmen setzen.

00:09:11: Du hast da ein paar angesprochen.

00:09:13: was sind das jetzt ganz konkret für Maßnahmen?

00:09:15: also neben Gebühren zu erhöhen vielleicht Investitionen zu senken?

00:09:19: wie spürt es der Bürger die Bürgerinnen?

00:09:21: Gemeinden sind intensiv damit beschäftigt ihre Förder- und Subventionslandschaft zu durchforsten Leistungen anzusehen, die sie anbieten.

00:09:34: Und der Bürger spürt Einsparungen dahingehend dass es vielleicht gewisse Förderung seitens der Gemeinde nicht mehr gibt beispielsweise im Bereich der Solarförderungen wo Gemeinden einiges gemacht haben in Bereich der Mobilitätsförderung wo einige gemeinden beispielsweise das Klimaticket unterstützt haben aber auch in Bereichterleistungen das Freibad eine oder zwei Wochen später aufsperrt und früher zusperrt im Sommer, dass es vielleicht kürzere Öffnungszeiten von einzelnen Leistungen der Gemeinde gibt.

00:10:13: Dass der Bürger vielleicht empfindet, dass öffentliche Plätze in den Gebänden nicht mehr so schön sind weil sie nicht so intensiv bepflanzt werden.

00:10:23: seitens der Gemeinden also Einsparungen sind Teilweise spürbar, aber natürlich auch sichtbar für die Bürger.

00:10:31: Du hast doch eingangs schon angesprochen dass manche gemeinten Investitionen zurückhalten aufgrund dieser Konsolidierungskonzepte.

00:10:41: Wie erkennt man das?

00:10:41: und was bedeutet es eigentlich wenn die Gemeinden jetzt sagen wir investieren nicht mehr?

00:10:46: Gemein sind teilweise angehalten Investition zu tätigen.

00:10:51: Das ist auch aufgrund der Vorgaben seitens Bundeslandes, hier beispielsweise zu nennen in der Bereich der Kinderbetreuung.

00:11:01: Weil die Gruppengrößen kleiner werden dann muss die Gemeinde zusätzliche Gruppen schaffen und hier auch baulich aktiv werden.

00:11:09: aber es gibt auch Investitionen wo die Gemeinden sagen kann diese Investition verschieben wir um ein oder mehrere Jahre weil das Gebäude die Straße noch passablen Zustand ist.

00:11:24: Also überall dort wo die Gemeinde intensiver selbst steuerend eingreifen kann, ist zu beobachten dass die Investitionen nach hinten geschoben werden was natürlich dazu führen kann das die investiven Maßnahmen wenn man sie lange genug hinaus schiebt höher werden.

00:11:45: Das heißt im Endeffekt wird es dann später teurer?

00:11:49: Die Gemeinden und die Städte haben stark, also selbst, schon mit der Konsolidierung begonnen.

00:11:55: Jetzt frage ich mich wie groß sind denn die Einsparpotenziale auf der Gemeindeseite noch?

00:12:02: Gibt es da noch Bufa?

00:12:03: Ja, wie unser Szenario zeigt – unser Scenario II mit den Einsparungsmöglichkeiten kann auf Basis der Konsolitierungen innerhalb der Gemeinden noch ein positiver Beitrag geleistet werden, das heißt die öffentliche Spargrote kann um einzelne Prozentpunkte nach Umgedrückt werden.

00:12:29: Sprich es ist zu sehen also kurzfristig ein bis zwei Prozentpunkten mittelfristig durch Konsolidierungsmaßnahmen da ja die Konsolidarungsmaßnahme wirken einerseits aber auch laufend fortgesetzt werden kann sich da so in Richtung drei vielleicht sogar vier Prozentpunkte verbessern.

00:12:49: Also es ist schon essentiell, was die Gemeinden tun können aber das bedeutet durchaus wie schon gesagt massive Einsparungen einerseits auf der Sachausgabenseite aber auch auf der Personalseite.

00:13:07: wenn ich schaffe meine wie in unserem Einsparungs-Szenario dargestellt eine minus ein Prozentpunkt bei den Personalausgaben.

00:13:17: Das heißt, Verzicht auf Personal einsparen vom Personal, anders wird es nicht

00:13:22: funktionieren.".

00:13:23: Wenn

00:13:23: man ein bisschen zurückblickt das vielleicht Anfang des Jahres oder sich auch die Inflationsraten anschaut dann hat man ja gesehen dass sich die Wirtschaft ein bisschen erholt.

00:13:34: Jetzt gut ist der Krieg in der Straße von Hormuz Iran-Krieg dazugekommen aber müsste sich Trotz dieser, oder müsste sich eigentlich wegen dieser wirtschaftlichen Erholung die Lage der Gemeindefinanzen nicht da bis sie verbessern?

00:13:49: Sozusagen im ersten Quartal des Jahres, zwanzig, sechsundzwanzig hat es ganz gut ausgesehen.

00:13:57: Aber durch die weltpolitische Entwicklung gibt's Unsicherheiten und diese Unsicherheit werden sich natürlich auch auf die Gemeindefinanzen unterschlagen.

00:14:07: Dahingehend das dass sich die Ertragsanteile vielleicht nicht so positiv entwickeln, nur werden wir mal ursprünglich angenommen.

00:14:18: Dass sich auch die eigenen Abgaben, Kommunalsteuer aus diesem Zusammenhang nicht zu positiv entwickelnen aber das auch die Ausgang der Gemeinden steigen.

00:14:29: Wir sind es ja bei den Energieausgaben die wieder nach Umkätern.

00:14:35: Also man kann glaube ich durchaus sagen, ein Namen und Ausgang-Problem.

00:14:38: Du hast die Ertragsanteile angesprochen.

00:14:42: wie entwickeln sich die Einnahmen und Ausgaben jetzt weiter?

00:14:45: Man spricht ja immer wieder von dieser Einnahme und Ausgaumschere das die immer weiter auseinander geht.

00:14:51: was treibt das an ganz besonders?

00:14:53: Ausgabenseitig wird es... die Ausgaben der Gemeinden von mehreren Parametern angetrieben, wie schon angesprochene Personal- und Sachausgaben.

00:15:04: Die natürlich in den letzten Jahren intensiv gestiegen sind aber auch insbesondere aufgrund der Umlagen für Sozialhilfe-Krankenanstalten, die die Gemeinden an ihr Bundesland leisten müssen.

00:15:20: Und dieses singt in den Letzten Jahren überproportional heißt stärker als die zentralen Einnahmenblöcke gestiegen und dadurch, dass die Ausgaben stärker gestiegen sind.

00:15:35: wie die Einnahmen geht natürlich für die Gemeinden die Scherbe auf.

00:15:39: Was braucht jetzt?

00:15:41: Ja es braucht einerseits Arbeitseiten der Gemeinden.

00:15:46: sie werden weiterhin sich mit dem Thema Konsolidierung beschäftigen müssen.

00:15:50: das ist leider ein Projekt, das nicht abgeschlossen ist.

00:15:53: Aber es braucht doch Verbesserungen im Bereich der Rahmenbedingungen seitens der übergeordneten Gebietskörperschaften – Bundesseite, Landesseite.

00:16:03: Diese beiden Ebenen müssen aktiv werden und hier die politischen Rahmenbedinger neu gestalten und hier im wesentlichen Bereich soziales Krankenanstalten Reformen aufgreifen.

00:16:19: Du sprichst ja ganz konkret die Umlagen an, was ist notwendig um diese Belastung der Umlagen tatsächlich zu verringern?

00:16:27: Habt ihr da eine Empfehlung ausgearbeitet oder was ist der Vorschlag, was wäre herangehensweise?

00:16:34: Also bezüglich der Umlage haben wir intensiver angesprochen das Thema der Krankenanschaltenfinanzierung.

00:16:41: hier bedarf es einer umfassenden Reformen.

00:16:45: Und diese Reform wirkt sich auf die Gemeinden dahin gehend aus, dass wir sagen, dass die Gemeinen aus der Finanzierungsverantwortung für Krankenanstalten entlassen werden sollen, sprich das nicht mehr ein Thema ist in dem sie sich die Gemeinde einbringen müssen da sie auch in diesem Bereich kein Mitspracherecht

00:17:08: haben.

00:17:09: Und soll es da eine Gegenfinanzierung dann geben?

00:17:12: Weil ich glaube, wenn man den Gemeinden diese Entlastung anbietet bleibt das Geld ja bei den Leintern hängen.

00:17:19: Das ist sicher ein Verhandlungsthema hier wieder schon intensiv diskutiert auch vom Seiten des Gemeindebundpräsidenten doch dem Seiten des Städtebundes das Thema eingebracht werden.

00:17:34: wenig oder nichts in Bereich der Krankenanstaltenfinanzierung, dann könnten Sie beispielsweise Leistungen im Bereich der Kinderbedrohung intensiver finanzieren.

00:17:43: Aber das ist sicher ein Thema, das noch intensiverer Verhandlungen bedarf aber es sollte das Ziel sein die Gemeinden aus dem Bereich der Krankenanstaltefinanzierungen zu entlassen bzw sie zu entlasten.

00:18:02: Ein weiteres wichtiges Thema, das bei der Gemeindefinanzprognose immer wieder aufkommt ist das Stichwort der Abgangsgemeinden.

00:18:09: Ich kann mich erinnern man hat ja gesprochen bei der letzten Prognose von bis zu fünfzig Prozent an Abgangschemeinden also vor über zweitausend Gemeinden sind tausend gemeinten nicht in der Lage einen ausgeglichenen Haushalt abzuschließen.

00:18:23: wie entwickelt sich das weiter?

00:18:25: Wir haben gesehen dass ich die Zahl der den sie leicht verringert hat.

00:18:32: Wir sprechen da jetzt von ca.

00:18:33: forty-fünf Prozent an Abgangsgemein, die ist auch deswegen, weil die Gemeinden ja schon einiges an Hausaufgaben gemacht haben, sprich konsolidiert haben und Gebühren erhöht haben und solche Dinge gemacht haben.

00:18:47: also Die Zahl abgangsgemeinten ist weiterhin hoch aber sozusagen sie ist auf Basis der Daten nicht gestiegen sondern bewegt sich bei ca.

00:18:58: forty-fünf Prozent.

00:18:59: Was bedeutet das dann für die zukünftigen Investitionen, wenn sie konsolidieren gerade ausgeglichen sein können?

00:19:07: Ist da ein weiterer Rückgang der Investition zu erwarten?

00:19:11: Die finanzielle Situation ist sicher so gestaltet dass sie keine gute ist für Investition und darum ist auch eine Empfehlung unsererseits die investive Tätigkeit der Gemeinden gestärkt werden muss.

00:19:29: Gestärkt wird da hingehen, dass wir sagen eine Verstetigung des kommunalen Investitionsprogramms gibt.

00:19:37: Das es gibt macht auf jeden Fall Sinn im Bereich Klima.

00:19:43: Klimawandelanpassung, Klimaschutz ist aus unserer Sicht wichtig das was geschieht.

00:19:50: Es ist häufig ein Thema das aufgrund der finanziellen Situation die Gemeinden zurückgestellt haben.

00:19:56: Hier sehen wir sinnvoll, dass es eine Klimainvestitionsvorgibt und die Berücksichtigung der regionalen Versorgungsfunktion ist auch ein wesentliches Thema.

00:20:06: sprich eine Region hat einen Freibad, einen Hallenbad das hier seitens des Landes oder des Bundes intensiver unterstützt wird, dass diese Infrastruktur bestehen bleiben kann weil häufig ist das Problem Infrastruktureinrichtungen in den Siebzigerjahren errichtet wurden und mittlerweile mehr in deren Lebenszykluses.

00:20:28: Ein weiterer Diskussionspunkt ist sehr häufig, vor allem in letzter Zeit auch das Thema der Kooperationen, der Fusionen.

00:20:35: aber es gibt auch neue Modelle die da durchaus eine Rolle spielen.

00:20:39: wie siehst du das?

00:20:41: Können Kooperatione und Fusionen in dieser Phase der Konsolidierung tatsächlich hilfreich sein?

00:20:48: Sowohl Kooperationen als auch Fusionen sind positiv zu sehen und bieten Möglichkeiten und Potenzial für die Gemeinden, dass sie, wie sagt man, ihre Leistungsfähigkeit verbessern.

00:21:03: Und dass sich hier positive Dinge tun – auch auf der finanziellen Seite!

00:21:08: Wobei ganz ehrlich zu sagen ist, Gemeindekooperationen haben häufig positive Auswirkungen, die sich nicht primär monitär messen lassen.

00:21:20: Beispielsweise im Bereich der Rechtssicherheit wenn man intensiver kooperiert in dem Bereich des Baurechts und solcher Themen.

00:21:27: also positive Auswirkungen häufig, die sie sich nicht prima monitäre messen lasst.

00:21:32: aber Sie sind glaube ich ein sehr sinnvoller wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

00:21:38: auch freiwillige Fusionen seitens der Gemeinsinn Eine positive Sache, da sie, ich sage allerdings mittelfristig die Möglichkeit bieten, die Ausgaben zu reduzieren aber auch die Einnahmen zu erhöhen.

00:21:53: Vieles ist nicht kurzfristig machbar.

00:21:56: Es gibt jetzt einige Modelle im Kooperationsbereich.

00:22:00: es wird intensiv diskutiert das Thema des Mehrzweckverbandes zu intensivieren und weiter auszugestalken, sprich derzeit verbannt viele verschiedene Leistungen für die Gemeinden erbringt.

00:22:12: Und dann gibt es auch das Modell der Regionsgemeinde.

00:22:16: Das begonnen wird zu diskutieren, dass sich mehrere Gebäude zur Regionsgemeinde zusammenschließen gemeinsam wesentliche Aufgaben zu bringen.

00:22:30: Von diesen Modellen werden wir mit Sicherheit ein anderes Mal noch mehr hören, was mich jetzt noch eher interessieren würde die Prognose ist ja nicht besonders positiv.

00:22:39: Wir hören es geht recht trist weiter.

00:22:42: Die Lage bleibt angespannt.

00:22:44: gibt's aber auch trotz dieser Ergebnisse Chancen für positive Entwicklungen oder gibt's auch positive Ergebnisse?

00:22:53: Das positive Ergebnis ist, dass die Gemeinden selbst schon einiges bewegen haben können.

00:22:57: Dass die Gemeinten es geschafft haben.

00:23:00: Es sagt man den Abwärtstrengt

00:23:04: umzukehren.

00:23:05: Um zu

00:23:05: kehren?

00:23:05: Um zu kehren ist vielleicht zu intensiv gesagt, den abwärztrengten zu anzuhalten, um hier wieder in eine positive Richtung zu kommen.

00:23:16: und also die Gemeinen haben schon einiges unternommen positive finanzielle Entwicklung zu haben.

00:23:24: Und glaub die Gemeinden sind auch gewillt und haben die Kraft hier noch weiter in diese Richtung zu gehen, aber die Gemeinde können das nicht alleine leisten.

00:23:35: sie brauchen Unterstützung des Bundes und Unterstützung der Länder um diesen positiven Ansatz weiterzuverfolgen und zu intensivieren.

00:23:47: Also die Gemeinden haben schon viel selbst getan, es braucht aber und das nehme ich ganz besonders mit noch einige Anpassungen bei den Rahmenbedingungen.

00:23:57: Sprich Punkt- und Länder müssen da entsprechend tätig werden.

00:24:00: Lieber Alexander danke für deine Einblicke, Danke fürs Erklären der Prognose unter Ergebnisse, danke für eine Zeit!

00:24:07: Liebe Zuhörerinnen und Zuhärer auch danke für ihre Zeit.

00:24:10: bis zum nächsten Mal

00:24:14: Wenn Ihnen diese Folge von KDZ im Dialog gefallen hat, freuen wir uns über eine Weiterempfehlung und Ihr Abonnement.

00:24:22: Weitere Informationen über unsere Podcasts und unsere Arbeit für die öffentliche Verwaltung finden Sie auf unserer Website www.kdz.eu.

00:24:33: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:24:34: Bis zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.